ODEUR, Galerie Michael Sturm, Stuttgart,
02.02. - 07.04. 2018

ODEUR, Ausstellungsansicht, 10 Skulpturen, Papiermaché, Holz, ca, 80 x 70 x 50 cm 

 
 
 
 
 
 
 
 

Die Ära der Unsichtbarkeit


Meine Arbeitsweise sehe ich – in einer hygienisierten, designten, digitalisierten, flachen Zeit lebend – als analog agierend. Als Material verwende ich Toilettenpapier wie auch Wasser, was in seiner Reinheit diesem Zustand allegorisch nahe kommt. Die Verwendung von Toilettenpapier ist durchaus kritisch, ironisch in ihrem Farbenspiel, zu betrachten. Dies ist der Ausgangspunkt für meine skulpturalen Arbeiten. Daraus leite ich einen Prozess ein, welcher zu Beginn völlig offen und unklar ist. Bald beginnt sich eine Kontur abzuzeichnen, welche jedoch bis zuletzt undefiniert bleibt. Es ist eher eine Kommunikation, ein Dialog mit dem Unbekannten, um auf etwas Neues zu stoßen. Es ist der Weg durch Emotion, Klamauk, Reaktion, Wut, Glückseligkeit, Rausch und andere Tagesbefindlichkeiten, auf dem die Skulptur Form annimmt. Es geht nicht darum, eine als Zeichnung oder Vorstellung existente Idee behutsam als Beiwerk umzusetzen; es ist maximal die Idee, den Weg eines Risikos zu beschreiten. Am Ende wird es zu dem was es ist, zur Kunst. Das Ergebnis: eine unvorhersehbare Lösung. 

HH 2018


Heiri Häfliger + Paul Mooney, Galerie Tobias Schrade, Ulm,
12.10. - 10.11. 2018

Ausstellungsansichten, Heiri Häfliger + Paul Mooney